Die CDU macht die „Innere Sicherheit in Soest “Zum Schwerpunktthema diesen Jahres, Auf mindestens fünf Veranstaltungen soll die nicht enden wollende Serie von Schlägereien und Überfällen mit Experten aufgearbeitet und überlegt werden, was Politik leisten kann, um der zunehmenden Gewalt zu begegnen.
Schon die Darstellung der täglichen Aggression ist ein Problem, sagen CDU-Chefin Christiane Mackensen und Ihre Vorstandskollegin Wanda Niermann. „Wie ehrlich dürfen, wie ehrlich müssen wir damit umgehen?“ Reichlich Zwischenfälle spielten sich etwa an den Schulen ab, wobei zunächst mal kein Schulleiter ein Interesse habe, ausgerechnet die Range-leien vor seiner Tür thematisiert zu bekommen. Erst recht nicht, wenn einzelne Lehrer wegsehen anstatt sich des Problems zu stellen. Mackensen: „Es ist schwierig, offen darüber zu reden, ohne jemanden zu verletzen.“
Bürgerschaftliches Engagement vonnöten
Die CDU aber wolle nicht ausweichen, sondern sich dem Thema Sicherheit stel-len. Die Auftaktveranstaltung findet am 29. März statt; zu Gast wird ein Polizeibeamter sein, der mit einem Lagebericht das Feld absteckt.
„Die Veranstaltungsreihe richtet sich nicht nur an Parteimitglieder, sondern an jedermann“, betonen beide Politikerinnen. Sie hoffen, die Gesprächsreihe münde in „bürgerschaftliches Engagement“.
Dies könnte in ganz unterschiedlicher Form daherkommen: Wer Randalierer auf frischer Tat antrifft, sollte ihnen deutlich die Meinung sagen oder – falls dies zu brenzlig geraten sollte – zumindest die Polizei rufen.
Aber auch praktische Vorbeugung wäre probat. Menschen mit Zeit und Willen könnten in Kitas und Jugendtreffs mithelfen, Kindern Angebote zu machen und sie in ihrer Freizeit sinnvoll zu beschäftigen.
Nach Möglichkeit sollen auch die Soester Jugendtreffs in den großen Ferien keine Sommerpause einlegen – just in der Zeit, in der unter vielen Jugendlichen die größte Langeweile ausbricht. hs
Quelle: Soester Anzeiger vom 16.02.07