Die allwöchentliche Randale vorwiegend junger Leute in der Altstadt an Wochenenden war auch Thema der letzten Sitzung der CDU-Fraktion im Soester Rat.
Begrüßt wurde die Einstellung von drei uniformierten Mitarbeitern des Ordnungsamtes, die ab sofort, auch am Wochenende, in der Stadt patroullieren. Diese Soester Stadtwacht hat auch die Befugnisse Platzverweise auszusprechen und Bußgelder zu erheben. "Wir sehen das uniformierte Ordnungsamt als sinnvolle repressive Maßnahme", so der Fraktionsvorsitzende Ingo Dietscheidt, "ob drei Leute auf Dauer ausreichend sind, müssen wir natürlich im Auge behalten. Wir erwarten aber auch die verstärkte Präsenz der Polizei."
Dass übermäßiger Alkoholmissbrauch von Jugendlichen, einhergehend mit Sachbeschädigungen und Lärm auf Dauer von keinem Anlieger geduldet werden muss, dafür sieht sich auch die CDU in der Pflicht. Auch wenn es nicht die alleinige Aufgabe der Kommune sein kann, gesellschaftliche Fehlentwicklungen zu beheben, so sieht die CDU-Fraktion die eingeleiteten Maßnahmen auch als Solidarisierung mit den geplagten Anliegern. "Die Eltern dieser jungen Leute dürfen aber keineswegs aus der Pflicht gelassen werden, ihre Kinder zu erziehen", so Dietscheidt. Konsens herrscht bei der CDU deshalb auch bezüglich der Ausweitung der Jugendschutzkontrollen an den Wochenenden. Die Fraktion hat einen Arbeitskreis unter Leitung des Ratsmitglieds Thomas Howe eingerichtet, der sich in den nächsten Tagen noch intensiver mit dem Thema auseinandersetzen soll. Unter anderem sollen auch weitergehende Maßnahmen wie Videoüberwachung oder bessere Beleuchtung an kritischen Punkten, aber auch eine mögliche Einbindung des Ehrenamtes diskutiert werden. Ziel der kommunalen Sicherheitspolitik der Stadt Soest muss es sein, das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger wieder zu stärken und die Lebensqualität in unserer schönen Stadt zu erhalten. Durch die angestoßenen Maßnahmen und Überlegungen sieht die CDU-Fraktion die Stadt dabei auf einem guten Weg.