CDU Stadtverband Soest
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Sportausschuss muss erhalten werden

Leserbrief

Manches, was das neue Links-Rechts Bündnis im Soester Rat auf den Weg bringen möchte, mag noch als zumindest diskussionswürdig angesehen werden, der geplanten Degradierung des Sportausschusses in den Schulausschuss hingegen muss ohne Wenn und Aber entschieden entgegen getreten werden. Mit dieser politischen Herabwürdigung des Sports wird ohne Grund ein wesentlicher Bereich des gesellschaftlichen Lebens in unserer Stadt seiner kommunalpolitischen Bedeutung beraubt.

Eine sachliche Rechtfertigung für diesen Schritt, der mit einer jahrzehntelangen, anerkannten Tradition in Soest bricht, gibt es nicht; Gründe hierfür sind auch bisher nicht benannt worden. Bei jährlich ca. 3 Sitzungen des Sportausschusses mit Sitzungsgeldern von gut 300,- € pro Sitzung dürfte das immer gerne vorgeschobene Kostenargument schon vom Einsparungsvolumen her nicht überzeugen, zumal eventuell vermehrte Sitzungen des Schulausschusses den Spareffekt neutralisieren könnten. Mit einer Beschränkung der Fraktionssitzungen nur beim Teilnehmerkreis (z. B. sachkündige Bürger etc.) ließe sich ein ungleich höheres Einsparungspotenzial verwirklichen. Begründen Kostengesichtspunkte daher nicht die Abschaffung des Sportausschusses, so könnte man noch mit einer fehlenden Wichtigkeit und Bedeutung dieses Ausschusses argumentieren. Wer diesen Aspekt fruchtbar machen will, irrt indes gewaltig. Der Sportausschuss ist die politische Repräsentanz von über 70 Sportvereinen mit gut 15000 Mitgliedern sowie aller weiteren Sporttreibenden und –interessierten in unserer Stadt, er erfasst in seinem Wirken jedes Alter, alle Bevölkerungsgruppen und jede soziale Schicht, er lebt in seiner politischen Arbeit über alle Parteigrenzen hinweg die integrative und soziale Kraft des Sports und unterstützt und fördert beispielhaftes ehrenamtliches Engagement. Der Sportausschuss leistet mit geringen Mitteln vorbildliche Hilfe zur Selbsthilfe und ist in der Vergangenheit als Bindeglied zur Verwaltung stets Ansprechpartner –auch vor Ort- unter anderem für Vereinsvorstände mit ihren Sorgen und Nöten gewesen. Kompetent besetzt, unter konstruktiver, intensiver Mitarbeit von Ausländerbeirat, Seniorenbeirat und Stadtsportverband war der Sportausschuss immer ein Fachausschuss im besten Sinne, in dem Bürgernähe Programm war. Ihn abzuschaffen, bedeutet Bewährtes aufzugeben und dem Sport seine eigenständige kommunalpolitische Stimme in dieser Stadt zu nehmen. Soweit darf es nicht kommen.

 

Rolf Meiberg

Vorsitzender des Sportausschusses