"Ich entdecke hier Farben und Formen, die ich vorher gar nicht bemerkt habe." Kulturausschuss- und CDU-Vorsitzende Christiane Mackensen ist begeistert von dem Ergebnis der Erneuerungsarbeiten an der "Astralen Komposition 24". Das wertvolle Gemälde des Expressionisten Wilhelm Morgner aus dem Besitz der Stadt Soest war nach rund einem halben Jahr aus der Restauratoren-Werkstatt von Dieter Wohl in Münster zurückgekehrt und wurde gestern der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Leuchtkraft der intensiven Farben konnte dank privater Spenden von CDU-Mitgliedern wiederhergestellt werden - "Parteispenden wurden aber nicht verwendet", betonte die CDU-Vorsitzende.
Die christdemokratischen Kunstfreunde hatten 1 500 Euro für die Erneuerung zusammengetragen. Für diese Summe wurde die "Astrale Komposition" nicht nur von Staub befreit, und grundgereinigt, sondern auch hinter Glas gestellt und gerahmt.
Die Renovierungsarbeit an Morgner-Werken gestaltet sich stets besonders schwierig, weil niemand genau weiß, wie der Künstler seine Farben gemischt hat. So war es auch in diesem Fall. Morgner hatte mit einem Ölfarbgemisch auf Pappe gemalt. Durch unsachgemäße Behandlung war das Bild im Laufe der Jahre stark beschädigt worden. Als im Zuge der Ausstellung "Bilder, die aus dem Rahmen fallen", restaurierungsbedürftige Arbeiten aus Stadtbesitz ausgesucht wurden, gehörte die "Astrale Kompositon" zu den dringendsten Fällen.
Stadtarchivar und Museumsbeauftragter Dr. Norbert Wex bedankte sich im Namen der Stadt für das private Engagement der Kunstfreunde. Das renovierte Bild soll demnächst auch in der großen Morgner-Ausstellung zu sehen. sein.